Wie wir mit dem neuen EU-DSGVO umgehen

Anforderungsmanagement in agilen Projekten

von | 21.07.2017

„Ich brauche kein Anforderungsmanagement, ich arbeite agil“. Den Satz höre ich in abgewandelter Form landauf landab. Nachdem wir aktuell an vielen Stellen sehen, dass es einen Trend hin zum agilen Arbeiten gibt, müssen wir uns damit beschäftigen, ob ein Anforderungsmanagement – in welcher Form auch immer – in diesen Projektumfeldern tatsächlich verfechtbar ist.

Zuallererst gibt es meiner Erfahrung nach zwei Typen von Projektleitern mit agilen Projekten. Diejenigen, die sich intensiv mit dem Thema Agilität beschäftigt haben, die verschiedene Modelle und Vorgehensweisen kennen, gegeneinander abgewogen haben und letztlich zum bewussten Entschluss gelangt sind, dass ein agiles Vorgehen Vorzüge gegenüber anderen, klassischen Modellen hat. Ich nenne sie der Einfachheit halber hier „die Echten“.

Demgegenüber habe ich Projektleiter kennengelernt, die zwar von Agilität sprechen, in Wirklichkeit etwas anderes meinen, nämlich „Management by Zuruf“. Diese Arbeitsweise hat mit einer agilen Projektführung zwei Gemeinsamkeiten. Die Besprechungszyklen sind kurz und die gesetzten Ziele sind kurzfristig zu erreichende Ziele. Hier enden die Gemeinsamkeiten aber auch schon. Ein ernsthaftes „echtes“ agiles Vorgehen arbeitet sich zwar auch Schritt für Schritt nach vorne, dies muss aber durchaus planvoll und organisiert geschehen. Grundsätzlich wird sich bei agilen Vorgehensweisen Flexibilität erkauft.

An der Stelle wird denke ich deutlich, dass ein Anforderungsmanagement in echten agilen Projekten nicht verfechtbar ist. Es muss dabei allerdings anderen Regeln folgen, als in einem klassischen Projektumfeld. Im klassischen Umfeld beträgt der Aufwand für das Anforderungsmanagement ca. 20-30% (in Bezug auf den Entwicklungsaufwand). Danach ist das Ziel „eingeloggt“ und der Fokus liegt während der Realisierung auf dem parallel stattfindenden Änderungsmanagement.

In einem agilen Projekt ist das Anforderungsmanagement nicht zwingend weniger aufwendig. Es muss aber leichtgewichtiger aufgebaut werden. Hinzu kommt erschwerend, dass sich im agilen Umfeld nur sehr schwer Systemdokumentationen realisieren lassen. Nach jedem Sprint müssten realisierte Umfänge in eine Dokumentation eingearbeitet werden. Mit Dokumentwüsten aus Word- und Exceldokumenten sind solche Ansprüchen nicht zu realisieren und die sich ergebende Komplexität wäre auch durch Steigerung der Ressourcen nicht zu beherrschen.

Kann unsere Methode „VAD 4.0“ hier helfen? Wir denken ja. Der Kern der Modellierung ist auf eine einfache Handhabung ausgelegt. Änderungen werden dank durchgängiger Modellierung an alle betroffenen Stellen berücksichtigt und die für den kommenden Sprint notwendigen Dokumente können auf Knopfdruck generiert werden. Die Sprintergebnisse können in das komplette Modell eingearbeitet werden und diese Informationen bilden dadurch einerseits die Basis für Systemdokumentationen und andererseits die Basis für den IST-Stand der Folgesprints.

Wir durften bislang mehrere echte agile Projekte begleiten. Die Projektleiter waren jeweils erstaunt über die Flexibilität und Organisiertheit der Unterstützung eines Werkzeuges, das ursprünglich für ein klassisches Projektumfeld gebaut wurde.

Lesen Sie auch Was ist VAD 4.0?

 

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